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Sep 18 2010

Buchrezension: Aminas Restaurant von Michael Lüders

Hallo!

Seit 1 1/2 Jahren wohne ich nun in Bremen und bin vor kurzem auf das Buch “Aminas Restaurant” von Michael Lüders aufmerksam geworden, dessen Geschichte in Bremen spielt.

“Aminas Restaurant” ist eigentlich nur ein Teil des Titels, denn es heißt auch noch “Ein modernes Märchen”. Ich war erst skeptisch, ob mich nun eine kitschige Geschichte a la Cinderella erwarten würde, aber das wurde zum Glück nicht bestätigt. :)
Aminas Restaurant handelt von einer Familie, die nach Bremen zieht und dort im Norden der Stadt ein Restaurant eröffnet. Das Buch hat mir meine Mutter vor kurzem geschenkt, da ich selbst vor knapp einem Jahr nach Bremen-Nord gezogen bin und somit in direkter Nähe zu den Schauplätzen lebe. Das hat das Lesen des Buches natürlich auch besonders spannend gemacht. ;)

Amina zieht mit ihrem Mann Sid Mohammed und ihrer Tochter Jasmina nach Bremen, wo sie Alexander kennenlernen. Alexander versteht sich auf Anhieb gut mit der Familie und hilft ihnen das Restaurant im netten, idyllischen und etwas verschlafenen Stadtteil Bremen-Lesum aufzubauen. Das Konzept schlägt ein wie eine Bombe: Amina kocht traditionelle, arabische Küche und verzaubert damit die Gäste, während ihr Mann Sid Mohammed abends im Restaurant Geschichten aus seinem Leben erzählt, die die Gäste mindestens genauso verzaubern. Das Restaurant erlebt einen richtigen Boom, die Menschen lieben das Essen und lieben die Geschichten, denn dadurch beginnen sie auch über sich selbst nachzudenken, viele brechen dadurch sogar aus ihren Mustern und ihrem Alltag aus, beginnen selbst in der Küche zu experimentieren oder beginnen einen neuen Lebensabschnitt. Je mehr Aminas Restaurant aufblüht, desto mehr blühen auch die Menschen auf, die dort essen gehen.

Doch eines Tages tauchen merkwürdige Männer im Restaurant auf, die immer wieder versuchen die Gäste zu vertreiben und das Restaurant in einem schlechten Licht dastehen zu lassen. Es handelt sich um eine Gruppe radikaler Moslems, die das Restaurant für ihre Propagandazwecke nutzen wollen und daher versuchen Aminas und Sid Mohammeds Willen zu brechen. Doch Jasima und Alexander wehren sich dagegen und obwohl am Ende das Restaurant abbrennt (Brandstiftung…), so hat der kleine Bremer Stadtteil doch einen ganz besonderen, verzauberten Sommer erlebt, den alle zusammen nach dem Brand in einem gemeinsam organisiertem Festmahl am Ufer des Flusses Lesum abschließen.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, denn es hatte wirklich einige Ähnlichkeit mit einem Märchen, vor allem die, dass es einfach zu lesen war und auch nicht zu lang. Am Ende des Buches hat der Autor Aminas Rezepte abgedruckt, die sofort zum Nachkochen animieren, denn mir ist beim Lesen des Buches schon das Wasser im Mund zusammengelaufen. ;)
Die fortlaufende Geschichte in der Gegenwart im Restaurant wird immer wieder von den Vergangenheitserzählungen Sid Mohammeds unterbrochen, die aber mit dem Ende des Buches auch abgeschlossen werden und mindestens genau so spannend sind wie die eigentliche Handlung des Buches. Auch zeigt der Autor Konflikte auf und verschiedene Ansätze und Möglichkeiten diese friedlich (oder eben leider auch nicht) zu lösen.

Ich kann dieses Buch auch allen Nicht-Bremern wirklich nur wärmstens empfehlen, gerade für die Sommer- und Urlaubszeit ist es bestens geeignet, weil man es angenehm und zügig durchlesen kann. Man wird in eine zauberhafte Welt zwischen Orient und westlicher Welt entführt, die auch die Menschen in der Geschichte für einen Sommer lang erleben dürfen. Das i-Tüpfelchen sind die Rezepte, die einen selbst zum Nachkochen anregen.

Bestellen könnt ihr das Buch zum Beispiel hier bei mylugo für absolut faire 7,95 Euro!

Liebe Grüße, Deli

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