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Mai 23 2012

Buchrezension: The Lost God von Gregor Spörri

Hallo!

So gerne ich auch lese, schon lange hatte ich kaum wirklich Zeit dazu. Nun hatte ich endlich wieder einmal die Gelegenheit für die Testerlounge ein Buch zu lesen: The Lost God von Gregor Spörri.

Das Buch beginnt mit einer wahren Geschichte, die der Autor selbst 1988 in Ägypten erlebt hat. Basierend auf der dort gemachten Entdeckung trägt der Autor in diesem Thriller nun die Ergebnisse seiner jahrelangen Recherchearbeit zusammen. So wird nach dem Ausflug ins Ägypten der Vergangenheit in mehrere Handlungsstränge der Gegenwart eingeleitet, die die verschiedenen Charaktere des Buches, ihre Hintergründe und Berufungen sehr detailliert beschreiben. So lernt der Leser unter anderem zum Beispiel Maximilian Linder kennen, der sich nach einer missglückten Fotografie-Mission auf der Flucht aus Malaysia befindet und den Australier Ned Kelly, der an einem Programm zur Früherkennung von Asteroiden arbeitet. Leider dauert es eine ganze Weile, bis es zu ersten Vernüpfungen zwischen den einzelnen Handlungssträngen kommt, weshalb mir das Lesen am Anfang recht schwer fiel. Die sehr lebendige, detaillierte und bebilderte Sprache in “The Lost God” lässt sich zwar gut lesen, doch durch die Vielzahl an Handlungssträngen kombiniert mit dem hohen Detailreichtum fiel es mir stellenweise nicht gerade leicht alle Namen und vermutlich wichtigen Fakten zu behalten. Umso überraschter war ich dann, dass es Gregor Spörri dann doch gelingt all die grundverschiedenen, thematisch und räumlich weit voneinander entfernten Handlungsstränge sinnvoll miteinander zu verknüpfen.

“The Lost God” spricht viele gesellschaftsrelevante Themen wie Klimawandel oder Zerstörung der Regenwälder an, doch darf man beim Lesen meiner Meinung nach nicht vergessen, dass es sich letzten Endes doch um Fiktion handelt – gerade zum Ende des Buches hin wird dies meiner Meinung nach auch recht deutlich. Stellenweise hatte ich jedoch beim Lesen auch das Gefühl, dass der Autor beim Schreiben hätte filtern müssen, denn kaum ein aktuelles Thema der Weltpolitik und -krisen wird ausgelassen. Ich habe nicht die Zeit ein Buch mit fast 500 Seiten innerhalb weniger Tage zu lesen, so dass es mir stellenweise wirklich Probleme bereitet hat alle Inhalte aufzunehmen. Viele der angesprochenen Themen sind sicherlich interessant und beschäftigen mich auch, doch ich denke für den Verlauf der Geschichte hätte es nicht geschadet stellenweise etwas “abzuspecken”.
Dies zeigt jedoch auch unverkennbar, wie lange und intensiv der Autor sich mit den Inhalten und Hintergründen zu seiner Geschichte befasst hat. Sehr spannend fand ich in diesem Kontext auch die Bild am Ende des Buches, die zum Beispiel seine rätselhafte Entdeckung in Ägypten dokumentieren.

 

Fazit: Eine interessante Geschichte, die wahre Begebenheiten und Themen gekonnt mit Fiktion zusammenführt. Trotz der guten Leserlichkeit ist “The Lost God” für “Zwischendurch-Leser” wie mich leider eher weniger geeignet.

LG, Deli

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