«

»

Mai 20 2014

Produkttest: LED Lenser H7 und H7.2 im Vergleich

Hallo!

Gerade war ich 10 Wochen in Australien und hatte dort eine super Zeit. Natürlich hatte ich mir im Vorhinein viele Gedanken gemacht was ich so alles einpacken muss und so landete neben Sonnencreme, Handtuch und Wanderschuhen auch eine Taschenlampe in meinem Reisegepäck. Unterwegs im Outback merkte ich dann: eine Taschenlampe ist zwar schön und gut, aber nicht sonderlich praktisch, da man sie ständig in der Hand halten muss. Viel besser wäre eine Kopfampe gewesen, wie sie die Tour Guides und erfahrenen Backpacker natürlich auch alle hatten. :D

Für meine Australienreise 2015 bin ich aber bereits jetzt gut ausgestattet, denn Zweibrüder hat mir wieder einmal zwei LED Lenser Lampen zugeschickt – Kopflampen, damit ich in Zukunft auf Reisen die Hände frei habe. ;)

Links: H7, rechts: H7.2

Mein erster Schritt war dann die Lampen einmal mit ihren Kollegen von Zweibrüder auf einen Tisch zu legen – der SEO 5 und der H14. So wirklich vergleichbar sind die Lampen allerdings nicht, da sie aus anderen Produktlinien stammen und auf unterschiedliche Zielgruppen ansprechen, vor Allem die SEO 5 stach aber durch ihre Plastik-Optik irgendwie heraus und H7, H7.2 und H14 wirkten da im optischen Vergleich hochwertiger.

Hier nun nochmal das alte Kopflampenmodell, die H7, im Detail:

LED Lenser H7

Ich war ehrlich gesagt überrascht, dass dies das Vorgängermodell ist, denn die H7 wird im Gegensatz zur H7.2 mit einer praktischen Aufbewahrungstasche geliefert, hat ein kleineres (und damit leichteres und handlicheres) Batteriefach.

LED Lenser H7.2

Das Batteriefach der H7.2 ist im Vergleich wesentlich größer und klobiger als das der H7 – für mich und meinen doch eher kleinen Kopf ein Nachteil und ein größeres Batteriefach bringt natürlich auch mehr Batterien und somit mehr Gewicht mit sich. Andererseits bedeuten mehr Batterien auch mehr Power und so ist es wohl kaum eine Überraschung, dass die H7.2 heller und ausdauernder ist als ihr Vorgänger.

Fokussiermechanismus der H7

Der Fokussiermechanismus der H7 sah auf den ersten Blick zwar nicht besonders praktisch zu bedienen aus, setzte sich im Feldtest dann aber mit großem Abstand gegen das Nachfolgemodell H7.2 durch. Bei der H7.2 soll man ansich einfach nur am edel aussehenden Metallring um die LED drehen, um den Fokus einzustellen – selbst mit zwei Händen erwies sich das jedoch beinahe als ein Ding der Unmöglichkeit, da der Ring alles andere als leichtgängig ist. Hält man die Lampe in den Händen lässt er sich bedienen, trägt man die Kopflampe aber tatsächlich auf dem Kopf emfpinde ich es als äußerst unpraktisch die Lampe mit beiden Händen krampfhaft halten und drücken zu müssen, um die Fokussierung einzustellen.

Dafür ist bei der H7.2 die Dimmfunktion leichter (einhändig) bedienbar, jedoch ist diese auch bei der H7 nicht allzu schlecht und nur nicht ganz so leichtgängig, nach kurzer Übung aber problemlos zu bedienen.

Im Tragekomfort unterscheiden sich beide Lampen nicht allzu sehr, man merkt aber durchaus, dass das Batteriefach der H7.2 größer ist als das der H7.

Selbstverständlich ging es mit den Kopflampen auch nachts nach draußen zum Feldtest, um einen umfassenden Eindruck zu erhalten:

H7 fokussiert

Ein fokussiertes Vergleichsfoto für die H7.2 gibt es nicht, da beim Feldversuch der Fokussiermechanismus so fest klemmte, dass ich nicht in der Lage war den Fokus zu verstellen.

H7 unfokussiert

H7.2 unfokussiert

Im unfokussierten Modus wird deutlich, dass die H7.2 im Nahbereich doch um einiges heller leuchtet als die H7 – so sehr, dass ich fast schon finde es blendet, wenn man in der Dunkelheit plötzlich die H7.2 auf voller Stärke einschaltet. Allerdings auch mit der H7 war der Weg unmittelbar vor mir für meinen Geschmack vollkommen genügend ausgeleuchtet – ich möchte ja keine Lightshow, sondern sehen wo ich hinlaufe.

Fazit: Bei mir kam während des Testens dieser zwei Kopflampen eine Frage auf: Muss man aus einer Stirnlampe (auf Kosten von Größe, Handlichkeit und Gewicht) das Maximum an Helligkeit herausholen oder ist es nicht relevanter eine Grundversorgung mit Licht zu bieten, die dafür möglichst kompakt verpackt dargeboten wird? Kopflampen sind doch sowieso nicht dazu gedacht die komplette Umgebung auszuleuchten sondern dienen vielmehr dem Beleuchten des Weges unmittelbar vor einem – eine enorme Helligkeit und damit verbundene hohe Reichweite ist also eher zweitrangig. Insofern ist der Schritt von der H7 zur H7.2 für mich mehr eine Verschlimmbesserung als alles andere, denn die H7.2 ist zwar etwas heller, aber auch größer, unhandlicher und noch dazu schlechter zu fokussieren.

Ich bevorzuge da definttiv eine Lampe wie die H7 oder SEO 5, die ausdauernd, kompakt und leicht zu bedienen sind.

LG, Deli

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Sie können diese HTML-Tags verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>