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Mrz 09 2011

Produkttest: Magnetportal.de Neodym-Magnete und Killercube

Moin!

Heute geht es in die Welt der Physik. Einige werden jetzt vielleicht an langweilige Formeln denken, aber ich kann euch beruhigen, es geht wieder um spannende Produkte. Mir wurden freundlicherweise von Magnetportal.de einige Magnete zur Verfügung gestellt. Das mag auch noch nicht so besonders spannend klingen, jedoch handelt es sich nicht herkömmliche Ferrit- oder gar Stahl-Magnete. Diese Magnete sind aus einer Neodym-Eisen-Bor-Legierung. Stärkere Dauermagnete gibt es zur Zeit nicht. Entsprechend großzügig sind überall Warnsymbole verteilt. Schon auf dem Versandkarton sind 2 große Aufkleber die zerquetschte Hände versprechen. Auch die Verpackung mit viel Wellpappe und Styropor ist ungewöhnlich.

Der erste Teil der Lieferung sind 8 kleine Magnete: je zwei 10 und 8mm große Würfel, 10 x 10 x 5mm Quader und 10mm Kugeln. Von der Größe her wirken sie wie Spielzeug, aber sie sind mit bloßen Händen nur schwer auseinander zu bekommen. Vor allem die beiden 1cm-Würfel sind sehr ignorant, wenn man sie voneinander trennen möchte. Kein Wunder, diese kleinen Dinger haben eine maximale Zugkraft von je 7kg! Die kleinen Würfel halten max. 4,5kg und die Quader 6,6kg. Für die Kugeln gibt es keine Angabe.

Als nächstes waren im Paket noch 2 größere Scheibenmagnete. Sie haben einen Durchmesser von 4cm und sind 5 bzw. 10mm dick. Von der Größe wirken sie auch noch nicht besonders spektakulär. Allerdings sind Warnsymbole mit der Aufschrift “original Killermagnet” auf beide Seiten der Magnete gedruckt. Ein kurzer Blick ins Prospekt verrät warum: die max. Zugkraft wird mit je 80kg angegeben. Zum Glück sind die beiden Magnete durch eine 1cm dicke Plastik-Scheibe getrennt. So kann man sie mit sehr viel Kraft auseinander bekommen. (Ohne die Scheibe wäre das wahrscheinlich unmöglich) Hierbei muss man jedoch vorsichtig sein, die Killermagnete haben es auf Finger abgesehen. Auch mit Abstand ist die Kraft der Magnete noch gewaltig. Die Taschenbuch-Version von Herr der Ringe – Die Gefährten lässt sich problemlos von unten an ein Regal-Brett hängen: ein Magnet unter’s Buch, einer auf’s Regal – hält. Dass die Teile nicht ganz ungefährlich sind, habe ich beim Fotografieren gemerkt. Ich wollte die kleinen und großen Magneten zusammen fotografieren, allerdings war der geschätzte (meiner Meinung nach großzügige) Sicherheitsabstand nicht ausreichend. Die kleinen Magnete flogen gegen die großen und aus einem der Würfel wurde ein kleiner Splitter herausgesprengt. (Auf der Homepage steht der Tipp, die Magnete mit Gewebeklebeband einzuwickeln. Klingt sinnvoll)

Zu guter Letzt gibt es noch den Killercube. Das ist ein Würfel aus 216 5mm großen Magnetkugeln. Hier ist der Produktname jedoch anders zu verstehen: Der Killercube hat es (trotz Warnsymbol) nicht auf eure Finger abgesehen, sondern auf eure Langeweile. Aus ihm kann man viele verschiedene Sachen formen. Man könnte meinen, auch Hände sind magnetisch, denn man möchte den Würfel (bzw das was man aus ihm baut) nicht mehr aus der Hand legen.

Zuerst muss man kleine Grundformen bauen, dann kann man aus diesen ein Netz formen und dieses dann zu einem dreidimensionalen Körper zusammenklappen. Auf den unteren beiden Bildern seht ihr ein Beispiel: Man formt aus je neun Kugeln Dreiecke, setzt 20 davon zu einem Netz zusammen und klappt sie zu einem Ikosaeder (ein kugelähnliches Gebilde mit 20 Seiten). Zuerst wirkt dies sehr schwierig und wenn man den ursprünglichen Würfel das erste Mal verformt hat, kriegt man ihn zuerst nicht wieder zu einem Würfel zurückgeformt. Aber hier gibt es Hilfe: bei Youtube gibt es viele Tutorials, die einem zeigen, wie man was hinkriegt und dann ist es auch nicht mehr schwer einen Würfel oder einen Ikosaeder zu bauen.

Fazit:
Wenn man ultrastarke Magnete braucht, sind die Neodym-Magnete von Magnetportal.de genau das richtige. Wenn man aber nur Notiv-Zettel an einem Kühlschrank mit Metallfront befestigen will, sind sie übertrieben und eher anstrengend als vorteilhaft. Ihr Nutzen liegt eher im Halten und Heben schwererer Gegenstände. Außerdem sind sie hilfreich, wenn man nicht mit direktem Kontakt arbeitet. (Für Zaubertricks müssten sie z.B. sehr gut geeignet sein)

Die größte Überraschung ist für mich aber der Killercube. Hier gebe ich meine uneingeschränkte Kaufempfehlung! Es macht irre viel Spaß mit ihm zu spielen und er ist total ungefährlich (außer man füttert seine Kinder mit den Kugeln – das ist lebensgefährlich).

Ich werde mir definitiv mindestens noch einen zweiten Killercube kaufen, um größere Sachen bauen zu können. Bei der Gelegenheit werde ich auch noch um ein paar Ersatzkugeln bitten (leider sind keine mitgeliefert), da eine Kugel schon im Wohnzimmer verschollen ist, nachdem mir eine lange Kette runtergefallen ist.

Magnetportal.de bietet außerdem noch viele andere Magnete: kleinere, aber auch viel größere, die bis zu 1,2 Tonnen halten. Den Killercube gibt es außer meiner Nickel-Version noch in schwarz, silber und gold sowie einen kleineren mit 3,5mm-Kugeln und einen größeren mit 7mm-Kugeln.

Entschuldigt den langen Text, aber hier gab es viel zu berichten.

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