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Apr 25 2013

Produkttest: SteSweet Stevia

Hallo!

Seit einiger Zeit hört man immer mehr über Stevia, einen Ersatz für Zucker – viel süßer, aber ohne Kalorien. Die Steviapflanze ist in Südamerika heimisch und wird dort schon seit Generationen verwendet, denn sie ist ein hundertfaches süßer als herkömmlicher Zucker! Seit 2011 ist Stevia nun auch in Deutschland als Lebensmittel zugelassen, nachdem man es die Jahre davor nur über Umwege erhalten konnte.

Quelle: www.stesweet.com

Ich war schon lange an Stevia interessiert und nun habe ich dan SteSweet endlich eine Gelegenheit bekommen, um selbst einmal Stevia auszuprobieren. Doch dann kam das Päckchen mit einer Dose Stevia Reb A und einer Packung Stevia Sticks an und ich merkte: Ich habe nicht die geringste Ahnung, wie ich Stevia überhaupt einsetzen kann. Als Zuckerersatz, klar, aber in welchen Mengen? Was muss ich beachten, da gerade beim Backen ja sicher das Volumen ersetzt werden muss, das normalerweise der Zucker einnimmt?

Zum Glück habe ich hier und hier gleich eine ganze Reihe Rezepte gefunden, die Stevia als Zuckerersatz verwenden. Nach ein wenig Recherche habe ich mich dann entschieden erstmal Waffeln und Haselnusskekse mit Stevia zuzubereiten.

 Bei den Waffeln habe ich erstmal nur die Hälfte des Zuckers durch Stevia ersetzt, weil es ein eigenes Rezept von mir war und ich nicht wusste wie es sich sonst mit dem Teigvolumen verhält. Es hat aber alles prima geklappt, die Waffeln waren angenehm süß und hatten keinen anderen Geschmack als sonst.

 

Dann probierte ich mich auch an den Keksen. Beim Öffnen der Dose Stevia Reb A habe ich wohl aus Versehen etwas von dem Pulver eingeatmet – und hatte direkt einen süßlichen Geschmack am Gaumen. Das Pulver ist geruchsneutral, schmeckt pur aber zusätzlich zur intensiven Süße auch ein wenig bitter. Was die Dosierung des Steviapulvers angeht habe ich noch überhaupt kein Gefühl entwickelt, da wäre ein kleiner Dosierlöffel o.ä. sicher praktisch, denn 1g Reb A soll 300g Zucker entsprechen, das heißt für ein normales Keks- oder Kuchenrezept liegen die benötigten Mengen Stevia im Bereich von ein paar Gramm und weniger – so genau misst meine Küchenwage leider nicht.

Der Teig für die Haselnusskekse ließ sich leicht herstellen und verarbeiten und es roch dabei köstlich nach Vanille. Die fertigen Kekse haben mich dann leider nicht so überzeugt, denn beim ersten Bissen schmecken sie erst garnicht süß, nur trocken und nussig, im Nachinein kommt dann aber ein starker süßlicher Geschmack, der eindeutig vom Steviapulver stammt und leider nicht annähernd mit dem Geschmack von Zucker zu vergleichen ist und mir auch leider überhaupt nicht zusagt.

 

 

Fazit: ich glaube die Verwendung von Stevia benötigt etwas Mut, um mal alte Rezepte zu verändern und neue auszuprobieren und dabei zu experimentieren, bis man die richtigen Mengen und Mischverhältnisse gefunden hat. Ich werde Stevia vermutlich in Zukunft weiter verwenden, weil ich es für eine wirklich gute Möglichkeit halte um Zucker und Kalorien einzusparen, aber ich werde wohl immer nur einen Teil des Zuckers ersetzen, um so den merkwürdigen Nachgeschmack zu vermeiden.

LG, Deli

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  1. Produkttest: Lambertz Kekse » Testerlounge

    […] kann man ja ansich erstmal nicht so viel falsch machen – das dachte ich zumindest, bist meine Stevia Kekse vor einigen Wochen leider so garnicht lecker geworden waren. Zum Glück haben die Kollegen  bei […]

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